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Humboldt-Universität zu Berlin - Öffentliches Recht und Geschlechterstudien

VERANSTALTUNGEN DES LEHRSTUHLS

 

„Sexuelle Bildung und sexuelle Rechte: nicht behindern, sondern ermächtigen!“

 

Datum & Uhrzeit: 8. Jun 2017, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: HU Berlin, Hauptgebäude, HS 2097 » Wo ist das?

Podiumsgespräch zu sexueller Bildung, Aufklärung, Ermächtigung und Enthinderung von Sexualität

 

Begrüßung durch PD Dr. Anna Katharina Mangold, Humboldt Universität zu Berlin

Podiumsgespräch mit Agnieszka Malach, Sexualpädagogin und Sexualtherapeutin, Berlin; Ulrike A.C. Müller, Juristin und Rechtssoziologin, Berlin; Matthias Vernaldi, Sexybilities – Sexualität und Behinderung, Arbeitsgemein-schaft für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen, Berlin; Prof. Julia Zinsmeister, Institut für Soziales Recht, TH Köln. Moderation: Prof. Ulrike Lembke & Dr. Anja Schmidt

Sexuelle Selbstbestimmung wurde in letzter Zeit vor allem im Hinblick auf den effektiven Schutz vor sexualisierter Gewalt thematisiert. Sie umfasst aber auch positiv die Entfaltung des selbstbestimmten sexuellen Potentials. Wir möchten über zwei Aspekte sexueller Selbstbestimmung sprechen, nämlich sexuelle Bildung als Voraussetzung des Entfaltens sexueller Autonomie und die Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung, ihre Sexualität überhaupt zu leben.

Die Kontroversen über eine Sexualpädagogik der Vielfalt zeigen, wie der Wert sexueller Bildung wieder in Frage gestellt wird. Und die Barrieren und Hindernisse für die Entfaltung sexueller Bedürfnisse behinderter Menschen werden höchst selten thematisiert. Auch das Recht spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Auch Sexualität wird erlernt. Qualitativ überzeugende sexuelle Bildung, inklusive der Akzeptanz sexueller Vielfalt, ist unverzichtbar für die Entwicklung sexueller Autonomie. Agnieszka Malach erläutert, was eine Sexualpädagogik der Vielfalt bedeutet und welchen Stellenwert sie für die sexuelle Entwicklung und Reifung hat. Ulrike A.C. Müller steckt den rechtlichen Rahmen für eine Sexualpädagogik der Vielfalt im Spannungsfeld elterlicher Erzie-hungsrechte, des schulischen Bildungsauftrags und der (sexuellen) Rechte von jungen Menschen ab.

Für behinderte Menschen scheitert eine positive Entfaltung sexueller Selbstbestimmung häufig daran, dass ihnen gar nicht möglich ist, ihre Sexualität zu leben. Matthias Vernaldi wird diesbezügliche Probleme und Bedarfe sowie das Projekt „Sexybilities“ erläutern. Mit Julia Zinsmeister wird erörtert, wie das Recht derzeit die Sexualität einiger Menschen behindert, aber künftig auch zu deren Enthinderung beitragen kann.

Anschließend Buchvorstellung & kleiner Sektempfang:

Anja Schmidt (Hg.), Pornographie. Im Blickwinkel der feministischen Bewegungen, der Porn Studies, der Medienforschung und des Rechts, 2016;

Ulrike Lembke (Hg.), Regulierungen des Intimen. Sexualität und Recht im modernen Staat, 2016.


Werkstattgespräche

Gerechtigkeit durch Rechtsanwendung? - Blockaden und Innovationen in der juristischen Arbeit

Sommersemester 2017

Die Reihe "Werkstattgespräche" wird von der Projektgruppe des LSI veranstaltet und lädt vor allem - aber nicht nur - junge Forschende ein, ihre aktuellen Forschungen in einer informalen und offenen Atmosphäre vorzustellen und zu diskutieren. Für das Publikum bietet dieses Format den Einblick in neueste Forschungsergebnisse, für die Vortragenden die Möglichkeit, Rückmeldungen, Kritik und Anregungen zur eigenen "Work-in-Progress" zu erhalten.

 

18.05.2017 Anna Katharina Mangold (Berlin): Demokratische Inklusion durch Recht. Antidiskriminierungsrecht als Ermöglichungsbedingung der demokratischen Begegnung von Freien und Gleichen

Zeit und Ort: 18.00 - 20.00 Uhr

                    UL 9, Raum E 25

 

30.05.2017 Chris Thomale (Heidelberg): Die institutionelle Haftungsbeschränkung als Grenze der unternehmerischen Menschenrechtshaftung. Eine interdisziplinäre Annäherung [UL 9, Raum E 25]

 

20.06.2017 Kathleen Jäger (Berlin): Klassenjustiz 2.0. Der Einfluss unbewusster Vorurteile vor Gericht [UL 9, Raum E 25]

 

27.06.2017 Victoria Yiwumi Nge Faison (Berlin): Methods of conducting research on the laws against trafficking. With a focus on victim protection in the European Union                       [UL 9, Raum E 25]

 

18.07.2017 Isabella Greif (Berlin), Fiona Schmidt (Berlin): Staatsanwaltlicher Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt. Strukturelle Defizite und Kontinuitäten am Beispiel der Ermittlungen zum NSU-Komplex [UL 9, Raum E 25]

 


Vortragsreihe Sommersemester 2017

Recht, Politik, Wirtschaft.

Interdependenzen und Spannungslinien interdisziplinär betrachtet

Auch im Sommersemester 2017 lädt das LSI Berlin zu einer Reihe von Vorträgen ein. Aus interdisziplinärer Perspektive erkunden die Vortragenden Interdependenzen ebenso wie Spannungslinien und Bruchstellen zwischen den gesellschaftlichen Teilsystemen Recht, Politik und Wirtschaft.

 

13.06.2017 Flying Modi Kites in India? How to understand current

                   developments in the world's largest democracy

                 Prof. Dr. em. Werner Menski (SOAS, University of London)

                 Beginn: 18 Uhr c.t., UL 9, Raum E25

 

26.06.2017 Finance and Human Rights

                  Prof. Dr. em. Daniel Bradlow (American University Washington/University

                  of Pretoria)

                  Beginn: 18 Uhr c.t., Raum BE 2 E44/47

 

03.07.2017 Recht und Wirtschaftswissenschaften

                 Prof. Dr. Lars Feld (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

                 Prof. Dr. Gerhard Wagner (Humboldt-Universität zu Berlin)

                 Prof. Dr. Christian Waldhoff (Humboldt-Universität zu Berlin)

                 Beginn: 17.30 Uhr, Raum folgt


Abschlussfeier des Zyklus 2015/2016 der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte

23 Studierende haben im Herbst 2016 den einjährigen Zyklus der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte mit der Einreichung ihrer Schriftstücke erfolgreich abgeschlossen. Seit nunmehr sechs Jahren bilden wir in enger Kooperation mit Partner_innen aus der Praxis Studierende in menschen- und antidiskriminierungsrechtlicher Fallarbeit aus. Dies möchten wir gemeinsam mit Ihnen gebührend feiern. Die Festveranstaltung findet statt

 
am 13. Januar 2017 um 18.00 Uhr
im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin.
 
Neben der Eröffnungsrede von Dr. Anja Schmidt (Leiterin der HLCMR) werden Prof. Dr. iur. Eva Inés Obergfell (Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Dr. Christian Waldhoff (Dekan der Juristischen Fakultät) Grußworte zum Auftakt der Veranstaltung halten.
 
Miriam Saage-Maaß (ECCHR) wird in ihrer Keynote Speech „Unternehmen vor Gericht − globale Kämpfe um die Menschenrechte“ einen Einblick in diese hochaktuelle Thematik geben.
 
Zudem werden die Studierenden des siebten Zyklus der HLCMR ihre Projekte vorstellen und ihre Zertifikate erhalten.
 
Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 19. Dezember 2016 per E-Mail an lawclinic@rewi.hu-berlin.de.

Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte (8.Zyklus)

Zum Wintersemester 2016/17 startet der 8. Zyklus der Humboldt Law Clinic Grund - und Menschenrechte. Auch dieses Jahr werden 18 Studierende eine Einführung in Grund- und
Menschenrechte erleben und das nicht nur theoretisch: So wird es Veranstaltungen mit Praktiker_innen zur strategischen Prozessführung gegen transnationale Unternehmen und zu der antisdiskriminierungsrechtlichen Beratungspraxis geben. Außerdem werden die Studierenden zu eigenen Privilegien sensibilisiert und lernen, sich darin zu verorten. In einem Diversity Workshop und zwei Blogworkshops erlernen sie wertvolle Zusatzkompetenzen. Zwischen dem Winter- und Sommersemester werden die Studierenden im März 2017 in 2er Teams in die Praktika bei den Projektpartner*innen gehen (bei ADS, ECCHR, ISL, TGEU, DIMR, Abgeordnetenhaus Berlin, bff / jumen und Amaro Foro), um dann im Sommersemester 2017 intensiv an ihren Schriftstücken zu arbeiten. Auch dieses Jahr ist die Clinic wieder interdisziplinär aufgestellt und wir freuen uns auf den intensiven Austausch zwischen Gender- und Jura-Studierenden und die daraus folgende jeweilige fachliche Bereicherung.

Weitere Informationen zur Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte finden Sie hier.


Ringvorlesung Recht ...&

In dieser Reihe sind Vertreter_innen unterschiedlicher Disziplinen eingeladen, ihren Blick auf das Recht als soziales, kulturelles, politisches, ökonomisches Pänomen, als symbolische Repräsentation oder materielle Realität vorzustellen. Jeweils im Gespräch mit einem_r Koreferent_in aus den Rechtswissenschaften sollen Brückenbegriffe, die Anschlussfähigkeit unterschiedlicher methodologischer Prämissen und deren Grenzen erkundet werden. Die Ringvorlesung dient der Reflexion über die Eigenheiten disziplinärer Zugänge zum Recht bei gleichzeitiger Eröffnung eines Raumes der Interdisziplinarität. Sie richtet sich an ein breites Publikum.
 

Donnerstag, 01. Dezember ...Psychologie und Kriminologie

Dr. Gunda Wößner (Dipl.-Psych.)

Prof. Dr. Jörg Kinzig 

Dienstag, 13. Dezember ...Umweltwissenschaften

Prof. Dr. Claudia Hornberg 

Prof. Dr. Martin Eifert 

Dienstag, 17. Januar ...Gender Studies

Prof. Dr. Sabine Hark 

Prof. Dr. Sarah Elsuni 

Montag, 13. Februar ...Wirtschaftswissenschaften

Prof. Dr. Lars Feld 

Prof. Dr. Christian Waldhoff

Prof. Dr. Gerhard Wagner

Weitere Informationen zur Ringvorlesung und zum Law & Society Institute finden Sie hier.


Werkstattgespräche

Wintersemester 2016/17

 

08.11.2016 How the Philosophy of Human Rights (and the Crisis of Legal Positivism) is Destined to Change the Law

Guido Croxatto (Berlin)

Kommentar: Antonio José Teixeira Martins (Frankfurt a. M.)

 

06.12.2016 Öffentlicher Jour Fixe der LSI-Projektgruppe

 

24.01.2017 Der „Wille des Volkes“ versus Rechtsstaat?  Die Entmachtung der Verfassungsgerichte in Ungarn und Polen

Christian Boulanger (Berlin), Paulina Starski (Heidelberg), 

Dániel Hegedüs (Berlin)

 

07.02.2017 Soziale Rechte jenseits des Aufenthaltsrechts und der Staatsangehörigkeit

Ibrahim Kanalan (Erlangen-Nürnberg)

Kommentar: Cengiz Barskanmaz (Berlin)


Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2016/17

Die aktuellen Lehrveranstaltungen finden Sie hier.


 

Master Class mit Prof. Catharine MacKinnon (Michigan)

Intersectional Inequalities:

Street Harassment, Prostitution et.al. – Race/Sex/Religion etc.

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer, LL.M.

Richterin des Bundesverfassungsgerichts

Justice of the Federal Constitutional Court of Germany

 

Humboldt-Universität zu Berlin: Juristische Fakultät & Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien Public Law & Gender Studies

 

Monday, 20 June 2016, 9 – 13 h, Humboldt University of Berlin

 

I am delighted to host a Master Class with Professor MacKinnon in Berlin to discuss challenges in sex equality law arising from cases of sexualized and racialized inequalities and often affected by religious politics as well. Recent German debates around sexual harassment (“Aufschrei”) and street harassment (“Silvester in Köln”) or new regulatory schemes of prostitution (“Prostituiertenschutzgesetz”) are cases in point. The Masterclass will serve to discuss these and topics brought in by participants in a workshop format on the basis of a small selection of common reading.

 

C.A. MacKinnon is an internationally renowned legal scholar, lawyer and advisor on sex equality law and human rights. She was the first to conceptualize sexual harassment as discrimination, in 1979, discussing race and sex as well as class as specifically intersecting inequalities. She drafted civil rights legislation against pornography, litigated many cases of sexual harassment and sexual abuse, and represented Bosnian and Croatian women in Kadic v. Karadzic to win a jury verdict of $745 million in the U.S. in 2000. She has served as an advisor to the Swedish government to ban prostitution, and to the International Criminal Court in 2008–2012 to implement her concept of “gender crimes.”

Her books: Sex Equality (2001/2007), Are Women Human? (2006), Women's Lives, Men's Laws (2005), Only Words (1993), Toward a Feminist Theory of the State (1989), Feminism Unmodified (1987), Sexual Harassment of Working Women (1979).

 

All those interested and willing to contribute actively and to discuss their own projects are invited to apply. To secure a workshop atmosphere, the number of participants is limited to 20. To apply, please send a letter of motivation including a short description of the project you are working on (max. 2 pages) and your CV to sekretariat.baer@rewi.hu-berlin.de. The application deadline is 15 April 2016.

 

Download this announcement here.


 

Podiumsdiskussion "Feministische Politik als Politik der Menschenrechte am Beispiel Abtreibung und Pränataldiagnostik"

 

Kirsten Achtelik         Dr. Sarah Elsuni        Katja Sander

Moderation: PD Dr. Friederike Wapler

 

am Donnerstag, den 19.5.16 von 18.30-20.00 Uhr in der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 9, Raum E25

 

Feministische Politiken berufen sich explizit auf Menschenrechte. Die Verbindung von feministischen Themen mit Menschenrechten ist jedoch nicht selbstverständlich. Menschenrechten wird in kritischen Theorien eine paradoxe Grundstruktur attestiert: Der universalistische Anspruch der Menschenrechte zieht seine legitimatorische Kraft aus Bestimmungen des Menschlichen und der Schutzbedürftigkeit. Zugleich ist das, was 'das Menschliche' charakterisiert und unter dem Banner der Menschenrechte als schutzbedürftig deklariert wird, immer wieder neu definiert und verhandelt worden, um Schutzlücken zu schließen. Die UN-Frauenrechts- und die UN-Behindertenrechtskonvention (CEDAW und BRK) sind Modifizierungen 'allgemeiner' Menschenrechte, die auf spezifische Diskriminierungsverhältnisse hin erarbeitet und ratifiziert worden sind.

Im Kontext von Pränataldiagnostik zeigt sich ein Spannungsverhältnis zwischen dem jeweiligen Schutzgehalt der beiden Konventionen - Frauenrechte und Behindertenrechte greifen auf komplexe Weise ineinander. Ausgehend von Kontroversen um Verletzbarkeiten (vulnerabilites) wollen wir anhand des Abtreibungsrechts in Deutschland aktuelle feministische Politiken zu Abtreibung und Pränataldiagnostik und ihre Bedeutung für die Anrufung von Menschenrechten diskutieren.

Die Referentinnen: Kirsten Achtelik ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. 2015 ist ihr Buch: "Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung" erschienen. Dr. Sarah Elsuni vertritt den Lehrstuhl Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist Leiterin der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte. Sie hat 2008 mit der Arbiet "Geschlechtsbezogene Gewalt und Menschenrechte. Eine geschlechtertheoretische Untersuchung der Konzepte Geschlecht, Gleichheit und Diskriminierung im Menschenrechtssystem der Vereinten Nationen" promoviert. Katja Sander ist Rechtsanwältin (Parlamentsrecht, Rechtspolitik) und promoviert zum Thema "Reproduktive Freiheiten im Kontext von gender und Biopolitik: Zur Produktivität des Rechts".

 

Die Ankündigung als pdf finden Sie hier.


"Borders, Otherness and Public Law"

Konferenz der ICON Society 2016

Vom 17. - 19. Juni 2016 hat in Berlin eine Konferenz zur Verfassungsvergleichung stattgefunden. Am 18. Juni gab es ein Panel mit Catharine MacKinnon und Susanne Baer zu dem Thema "Un/Gleichheiten". Das Programm finden Sie hier:

https://icon-society.org/previous-conferences/2016-conference/programme_2016/

Die Diskussion kann hier nachverfolgt werden:

http://verfassungsblog.de/icons-2016-session-2-inequalities-with-susanne-baer-and-catharine-mackinnon/


2015

Tagung: "Blinde Flecken - interdisziplinäre wissenschaftliche Perspektiven auf den NSU-Komplex"

Vor vier Jahren enttarnte sich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst. Seit zweieinhalb Jahren wird vor dem Oberlandesgericht in München gegen ein überlebendes Mitglied des NSU und vier weitere der Beihilfe und Unterstützung angeklagte Personen verhandelt. Auf politischer Ebene waren bzw. sind zahlreiche Untersuchungsausschüsse damit befasst zu klären, wie es unbemerkt zu der in der Nachkriegsgeschichte einzigartigen Mordserie an Migranten und einer Polizistin durch eine neonazistische Terrororganisation kommen konnte.

Mit der Tagung "Blinde Flecken - interdisziplinäre wissenschaftliche Perspektiven auf den NSU-Komplex" wollen wir einen Raum schaffen, um die sich aus dem NSU-Komplex ergebenden juristischen, sozial- und politikwissenschaftlichen Fragestellungen zu diskutieren und universitär zu verorten.

Die Tagung wird am 11. Dezember 2015 von 9.30 bis 19.30 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin, stattfinden.

Neben Grußworten von Prof. Dr. Christian Waldhoff (Dekan der Juristischen Fakultät der HU Berlin) und Prof. Dr. Naika Foroutan (Stellvertretende Direktorin des Berliner Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, Berlin) erwarten Sie eine Key Note Speech und ein Abendvortrag sowie drei thematische Panels.

Es diskutieren u.a.:
RAin Antonia von der Behrens, Prof. Dr. Ulrich K. Preuß, Fritz Burschel, Heiner Busch, Heike Kleffner, Dr. Derya Gür-Seker, Ass.-Prof. Dr. Manuela Bojadzijev, Özge Pinar Sarp, Prof. Dr. Mechtild Gomollah, Tahir Della, Prof. Dr. Hajo Funke, Dr. Eddie Bruce Jones, Dr. Daniel Holder, Massimo Perinelli, RA Carsten Illius


 

Podiumsdiskussion "Reform des Sexualstrafrechts. Zwischen Gesetzgebung und Rechtspraxis"

 

Christina Clemm (Fachanwältin für Strafrecht, Berlin)

Katja Grieger (Geschäftsführerin des bff: Frauen gegen Gewalt e.V.)

Prof. Dr. Tatjana Hörnle (HU Berlin)

Moderation: Anna von Gall

 

am Donnerstag, den 5.11.2015 von 18-20 Uhr

in der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 9, Raum E25

 

Jurist_innen und Aktivist_innen fordern eine Reform des §177 StGB (Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung) schon lange. Die Norm gilt als unzureichend, nicht zuletzt aufgrund der durch sie entstehenden, mitunter fatalen Strafbarkeitslücken. Aussicht auf Verurteilung in einem Verfahren besteht nur, wenn deutliche Gegenwehr nachweisbar ist. Ein 'Nein' zählt nicht dazu.

Bundesjustizministier Heiko Maas hat nun einen Gesetzentwurf erarbeitet, der das ändern soll. Wie ist der Gesetzentwurf einzuschätzen? Welche Verbesserung ist enthalten? Inwiefern bleibt auch der Gesetzentwurf reformbedürftig? Ausgehend von der These, dass Strafrecht Verhaltensnormen enthält, gibt die geplante Reform Anlass zu überlegen, welches Verhalten durch das neue Gesetz wie normiert werden sollte. Es steht zur Diskussion, inwiefern gesellschaftlich bestehende Geschlechterstereotype und problematische Vorstellungen typischen Täter- bzw. Opferverhaltens in der Überarbeitung des Sexualstrafrechts berücksichtigt und diese durch angemessene Formulierungen umgangen werden können.

Neben einer Klärung der jetzigen und zukünftigen Rechtslage soll es zudem um die sogenannte Rechtswirklichkeit gehen. Geschlechterstereotype und Vergewaltigungsmythen beeinflussen auch die Rechtspraxis. Welche Folgen hat das und welche Änderungsstrategien gibt es?

 

Die Referentinnen: Christina Clemm ist Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht in Berlin. Sie nimmt an der interdisziplinären Arbeitsgruppe Recht der Berliner Fachrunde gegen sexuelle Gewalt teil und berät bei LARA, dem Krisen- und Beratungszentrum für vergewaltigte Frauen. Katja Grieger ist Geschäftsführerin des bff: Frauen gegen Gewalt e.V. Sie ist unter anderem Mitautorin der Studie "Fallanalyse zu bestehenden Schutzlücken in der Anwendung des deutschen Sexualstrafrechts bezüglich erwachsener Betroffener" von 2014. Prof. Dr. Tatjana Hörnle ist Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie gehört der vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eingerichteten Kommission zur Reform des Sexualstrafrechts an, die im Frühjahr 2016 eine Empfehlung für den Gesetzgeber vorlegen soll.

 

Kontakt: Sophia Ermert, ermert@rewi.hu-berlin.de

 

Die Ankündigung als pdf-Dokument finden Sie hier.

 


Ringvorlesung Wintersemester 2015/16 "Recht &..."

Interdisziplinäre Rechtsforschung heute 

 

▪    20. Oktober 2015     ... Nachbarwissenschaften revisited

Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Dieter Grimm (Humboldt-Universität zu Berlin)

 

▪    17. November 2015  ... Geschichtswissenschaften

Dr. Frieder Günther (Institut für Zeitgeschichte, Berlin)

Dr. Benjamin Lahusen (Humboldt-Universität zu Berlin)

 

▪    26. Januar 2016       ... Politikwissenschaften

Prof. Dr. Michael Zürn (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)

Prof. Dr. Georg Nolte (Humboldt-Universität zu Berlin)

 

▪    16. Februar 2016      ... Ethnologie

Prof. Dr. Shalini Randeria (Institut für die Wissenschaften vom Menschen Wien)

Prof. Dr. Philipp Dann (Humboldt-Universität zu berlin)     

 

Beginn jeweils um 18 Uhr c.t. an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität

zu Berlin, Unter den Linden 9, Raum E 25. 

                                                              


 

Werkstattgespräche Wintersemester 2015/16

In/Exlusion und Recht

 

▪    10. November 2015 Ulrike Müller (Kassel): 

Inklusion durchs Sozialgericht? Die Bedeutung von Recht aus der Sicht von Hartz IV-Kläger_innen

 

▪    24. November 2015 Norbert Cyrus (Bremen) / Markus Kip (Toronto):

Arbeitsrechte ohne Aufenthaltsstatus. Rechtssoziologische Perspektive auf die Nichtinanspruchnahme von Rechten

 

▪     08. November 2015 Jana Werner (Freiburg):

Semantische Kämpfe um das Existenzminimum vor Gericht. Eine rechtslinguistische Analys

 

▪     22. Dezember 2015 Harald Hahn / Jens Clausen (Berlin):

“Menschen sind verschieden - Rechte nicht!” INKLUSION: Ein legislatives Theater zur inklusiven Gesellschaft

 

▪    19. Januar 2016 Jour Fixe der Projektgruppe:

Wir laden Studierende, Nachwuchsforschende und Wissenschaftler_innen, ein, sich mit dem LSI zu vernetzen. 

 

▪      02. Februar 2016 Michael Wrase (Berlin):

(Chancen-)Ungleichheit und Selektivität im deutschen Schulsystem: empirische Befunde und rechtliche Konsequenzen

 

▪    09. Februar 2016 Julika Rosenstock (Berlin):

Vom Anspruch auf Ungleichheit.
Über eine Umdeutung der allgemeinen Menschengleichheit

 

Beginn jeweils um 18 Uhr c.t. an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität

zu Berlin, Unter den Linden 9, Raum E 25.


28.1.2015: Queer-Theorie - Politik - Recht? Zur Aushandlung queertheoretischer Ansätze in Rechtsdiskursen - Podiumsdiskussion

 
mit Sabine Hark (TU Berlin) und Elisabeth Holzleithner (Universität Wien)
Moderation: Lucy Chebout (HU Berlin)
 
am Mittwoch, den 28.1.2015 von 19-21 Uhr
in der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 9, Raum E25
 

Wie lassen sich Queer-Theorie und Recht produktiv miteinander verbinden? Welche Herausforderungen und Potentiale gehen damit einher? Ausgehend von der Annahme, dass sich das Recht und queere Ansätze nicht grundsätzlich antagonistisch gegenüberstehen, thematisiert die Veranstaltung die Verhältnisse von queer-theoretischen, queer-politischen und rechtlichen Diskursen. Dabei geht es u.a. um Annäherungen an Spannungsfelder, die in queer-feministisch juristischen Debatten nicht neu aber persistent sind, beispielsweise: Welche Möglichkeiten bietet das Recht, die queere Idee der Veruneindeutigung identitärer Zuschreibungen aufzunehmen, ohne dabei Diskriminierungsstrukturen aus dem Blick zu verlieren? Wie können die spezifisch an Recht gebundenen Vorteile und die repressiven Effekte identitärer Zuschreibungen in ein produktives Verhältnis zueinander gebracht werden? Auf welche Weise wirkt Recht insofern emanzipatorisch?

Darüber hinaus gilt es Wege aufzuzeigen wie Queer-Theorie und Recht diese Fragen gemeinsam weiter denken können und wie queere Politiken sich dem Recht als Instrument affirmativ nähern können. Dazu gehört die Aufmerksamkeit für queere Politiken, die Alternativen zum hegemonialen Rechtsdiskurs zum Beispiel dadurch verdeutlichen, dass sie im Rahmen alltäglicher Praxen der Zivilgesellschaft Beiträge zur Veränderung von Recht leisten.

Die Referentinnen: Sabine Hark forscht und lehrt im Bereich der Soziologie und der Geschlechterforschung. Sie ist Leiter_in des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin. Elisabeth Holzleithner forscht und lehrt im Bereich Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies an der Universität Wien.

 

Die Informationen als pdf finden Sie hier.

Kontakt: Sophia Ermert, ermert@rewi.hu-berlin.de


2014

12.12.2014: "Grenzziehungen von 'öffentlich' und 'privat' im neuen Blick auf die Geschlechterverhältnisse"

Veranstaltet vom Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin.

Referent_innen: Beate Rössler (Amsterdam), Marion Detjen (Berlin), Sarah Elsuni (Berlin), Heike Kahlert (Bochum), Sophia Ermert (Berlin), Ulrike Lembke (Hamburg), Birgit Sauer (Wien)

Ort: Unter den Linden 6, Hauptgebäude, Senatssaal

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.


 

24.10.2014: Jubiläumsfeier der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte (HLCM)

Die Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte kommt seit nunmehr über vier Jahren ihrer selbstgestellten Aufgabe nach, gemeinsam mit Projektpartner_innen aus der Praxis Studierende interdisziplinär an Fragestellungen der Praxis heranzuführen, sie zu befähigen, Grund- und Menschenrechte vor Gericht zu verteidigen sowie Antidiskriminierung, Gleichstellung und Inklusion rechtspolitisch voranzubringen.
 
Dieses vierjährige Jubiläum möchten wir 
 
am 24. Oktober 2014 um 18 Uhr 
 
im Festsaal der Humboldt Graduate School in der Luisenstraße 56 begehen und bereiten diese Veranstaltung vor. Als Keynote Speaker konnten wir Prof. Dr. Nivedita Prasad gewinnen. Zudem werden die Studierenden des 4. und 5. Zyklus der Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte ihre Projekte vorstellen und ihre Zertifikate erhalten.
 
Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 26. September 2014 per E-Mail an Juana Remus (juana.remus@rewi.hu-berlin.de).
 

 

23.09.2014: "Das Recht der Schwächeren" - Seminar mit medico international und ECCHR

Das Recht der Schwächeren:
Argentinien, Guatemala, Sri Lanka und Irak - Strategien im Kampf gegen die Straflosigkeit
 

Ob Menschenrechtsverbrechen aufgeklärt und juristisch verfolgt werden, ist weniger Frage der Beweislage, als eine Frage der Macht. Juristinnen und Juristen nutzen deshalb nicht nur geschickt die Spielräume der nationalen (Sieger-)Justiz, um widrige Machtkonstellationen zu unterlaufen. Sie initiieren auch Prozesse vor nationalen Gerichten anderer Staaten oder fordern von internationalen Institutionen die Strafverfolgung vergangenen Unrechts ein. 

Anhand emblematischer Beispiele juristischer Aufarbeitungsprozesse untersuchen wir, mit welchen Rechtsinstrumenten und Strategien Straflosigkeit national und international erfolgreich bekämpft werden kann. Wann scheitert der juristische Weg an politischer Macht? Welche Entwicklungen nimmt das Weltrechtsprinzip aktuell? Und was bedeutet das für die Praxis transnationaler Menschenrechtsarbeit?

Weitere Infos erhalten sie hier.

Wir bitten um Anmeldung an info@medico.de bis zum 15. September 2014.


Interdisziplinäre Ringvorlesung WS 2013/2014: Persönlichkeitsrecht 2.0: Entfaltung und Verletzung im Internet

Welche Rolle spielt das Recht, wenn in virtuellen Welten Persönlichkeitsrechte von Menschen angegriffen und verletzt werden? Welche Persönlichkeitsrechte haben Internet-User_innen überhaupt? Wann sind sie in ihren fundamentalen Rechten verletzt und was können sie dagegen tun? Welche Interventionsstrategien - online und offline - mobilisieren Menschen im Netz und in welchem Zusammenhang steht das mit offiziellen rechtlichen Regulierungssystemen?

 

Die Reihe bringt Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen aus Recht und Netzpolitik zusammen, um disziplinenübergreifend zu diskutieren, welche rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen sich aus den Möglichkeiten der Entfaltung und Verletzung von Persönlichkeitsrechten im Internet ergeben. Aktuelle Informationen und das Veranstaltungsplakat finden sie hier.

Am 21.11.2013 war der Auftakt: SafeCyberSpaces -- Digitale Räume = ungeschützte Räume? Freiheit und Macht in der öffentlichen Privatheit. Die Veranstaltung thematisierte Erfahrungen von Netzfeminist_innen, die u.a. mit dem Hashtag #Aufschrei ihre Erfahrungen sexistischer Belästigung, Beleidigung und Diffamierung bis hin zu Vergewaltigungs- und Todesdrohungen sichtbar machten, im Zusammenhang mit juristischen Herausforderungen in den Spannungsfeldern Öffentlichkeit-Privatheit und Netzfreiheit und -regulierung aus verschiedenen Theorie- und Praxisperspektiven. 

es sprachen Kathrin Ganz (Arbeitsgruppe Arbeit-Gender_technik, TU Harburg), Simon Assion (telemedicus.info), Ama Walton (Rechtsanwältin), Dr. Maria Wersig (Deutscher Juristinnenbund), moderiert von Dr. Sarah Elsuni (HU Berlin)

Mehr Informationen zu dieser Reihe zu  Recht und Netzpolitik finden Sie hier.


EXTERNE VERANSTALTUNGEN

18.05.2015: Public lecture mit James Hathaway - Über gute Absichten hinaus: Der Weg zu Flüchtlingsrechten

Prof. James Hathaway (University of Michigan) ist einer der profiliertesten Flüchtlingsrechtler im internationalen Raum. Sein Buch "The Law of Refugee Status" (gerade in 2. Auflage erschienen) begründetete 1991 das Menschenrechtsparadigma im Flüchtlingsrecht. 2005 veröffentlichte er das Standartwerk zu den Statusrechten von Flüchtlingen, "The Rights of Refugees".

Seit 1997 beschäftigt sich Hathaway mit dem Prinzip der Verantwortungsteilung im Flüchtlingsrecht. Angesicht der Flüchtlingskrise im Mittelmeer fragt er nun, wie ein System der Teilung der Lasten und Verantwortlichkeiten für den Flüchtlingsschutz entwickelt werden kann, dass den Flüchtlingen und den Interessen von Staaten so Rechnung trägt, dass es in der Praxis funktionieren kann. 

Die Refugee Law Clinic Berlin freut sich sehr, Prof. Hathaway an der Humboldt-Universität zu Berlin zu einem öffentlichen Vortrag in englischer Sprache begrüßen zu dürfen.

Der Vortrag "Moving Beyond Good Intentions: The Road to Refugee Rights" findet am Montag, 18. Mai 2015 um 18 Uhr in der Juristischen Fakultät der HU Berlin, R 213 statt. Es moderiert Prof. Nora Markard (Uni Hamburg).

Wir freuen uns auf eine rege Diskussion und bitten um vorherige Anmeldung unter meike.riebau@rlc-berlin.org.

Deutscher sowie englischer Flyer


 

06.-08.05.2015: law's pluralities - Tagungsankündigung und call for papers (Gießen)

cultures:narratives:images:genders. Pluralitäten des Rechts: Kulturen/Narrative/Bilder/Genders

6.-8.Mai 2015 an der Justus Liebig Universität Giessen

cfp: Papers from a variety of disciplinary perspectives are invited to address the plurality of law and to reflect on law's narrative qualities, its relationship to the visual and the medial, and on the interface of law with sexuality and gender. The conference will include sessions in German and English on Law's Pluralities, Law's Narratives, Law's Imgaes, and Law's Sexualities/Genders. Contributions are invited which aim to elucidate the theoretical issues described above or which address specific socio-legal issues.

Proposals (300 words in German or English) for papers are invited until 30 November 2014; proposals as well as all inquiries regarding the conference should be directed to:

lawspluralities@gcsc.uni-giessen.de

Tagungsankündigung als pdf hier.


 

13.-14. Februar 2015: "Bewegungen" - Call for Papers der Fachgesellschaft Geschlechterstudien e.V.: 5. Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien e.V. (Bielefeld)

Unter (http://www.fg-gender.de/fg-gender-2/aktuelles-fg) finden Sie den CfP.

Frist: Vorschläge (max. 3.000 Zeichen) können bis zum 1. September 2014 an folgende e-mail-Adresse eingereicht werden: mail@fg-gender.de)


 

23.06.2014: Vortrag zu Rechtswissenschaftlichen Perspektiven von Familienpolitik am ZIFG der TU Berlin

Die Veranstaltungsreihe thematisiert aus geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive gegenwärtige Veränderungen von Familienstrukturen, Verwandtschaftskonzepten und Beziehungsformen sowie von damit verbundenen Vorstellungen von Gender und Sexualität. Ausgangspunkt sind zahlreiche Transformationen von ‚Familie‘, welche u.a. mit modernen Reproduktionstechnologien, mit Migrations- und Globalisierungsprozessen sowie mit pluralisierten und queeren Lebensformen in Zusammenhang stehen. 

Am Montag, dem 23.6. haben Juana Remus und Doris Liebscher, beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an diesem Lehrstuhl, eine Einführung in die rechtswissenschaftlichen Perspektiven auf dieses Thema gegeben. Der Vortrag wurde von Sabine Hark moderiert. 

Das Veranstaltungsplakat finden sie hier.


"Recht und Krise" - 4. Tagung für Wissenschaftler/innen in der disziplinenübergreifenden Rechtsforschung

Das Verhältnis von Recht und Krise ist vielschichtig. Ein Scheitern des Rechts angesichts von Krisen ist nicht kurzerhand auf ‚fehlenden Willen‘, auf ‚In-kompetenz‘ oder auf ‚Korruptheit‘ zurückzuführen. Womöglich sind die Gründe tiefgreifender. Sie verweisen auf eine Überforderung des Rechts, auf systematische Grenzen der Justiziabilität, und auf kollektiv-kulturelle Abhängigkeiten jenseits des Rechts. In dieser Weise liegt in den Krisen eine Chance. Sie vermögen, so sie artikuliert werden, unsere Rechtskultur in ihren Grundlegungen herauszufordern.

Die Konferenz folgt den Nachwuchs-Konferenzen in Halle (2003 / 2005), in Berlin (2010), der Beteiligung an den Konferenzen der Law and Society Association in Berlin (2007), der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen in Luzern (2008) und in Wien (2011). Sie wird veranstaltet vom Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit (BAR), in Kooperation mit Dr. Sarah Elsuni und dem LSI Berlin. Sie wird gefördert durch durch das Bundesministerium der Justiz, der Vereinigung für Recht und Gesellschaft e.V. und die Sektion Rechtssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS).

Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm finden Sie hier:

http://barblog.hypotheses.org/veranstaltungen/berlin-2013


Zentrale Veranstaltungen der Gender Studies

Auf der Homepage des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien (HU Berlin) finden Sie eine Übersicht zu den zentralen Gender Studies Veranstaltungen.
 

Weitere Veranstaltungen finden Sie auch im ZTG Blog und dem HU Veranstaltungskalender.