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Humboldt-Universität zu Berlin - Law & Society Institute Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin | Juristische Fakultät | Law & Society Institute Berlin | Termine | Kathleen Jäger: "Klassenjustiz 2.0. Der Einfluss unbewusster Vorurteile vor Gericht"

Kathleen Jäger: "Klassenjustiz 2.0. Der Einfluss unbewusster Vorurteile vor Gericht"

Werkstattgespräch
Wann 20.06.2017 von 18:00 bis 20:00 (Europe/Vienna / UTC200) iCal
Wo Juristische Fakultät, Altes Palais, Unter den Linden 9, Raum E 25

Zum Vortrag:

Wirken sich unbewusste Vorurteile auf die Entscheidungspraxis von Richter_innen aus? Wie lassen sich aktuelle Erkenntnisse der Sozialpsychologie zum Einfluss unbewusster Vorurteile für richterliches Entscheiden nutzbar machen und welche Vorkehrungen müssen getroffen werden, um den Einfluss unbewusster Vorurteile vor Gericht zu minimieren? In der US-amerikanischen Rechtswissenschaft werden diese Fragen seit langem unter dem Stichwort "Implicit Bias" diskutiert. Auch in der richterlichen Praxis spielt "Implicit Bias" eine zunehmende Rolle. Für Richter_innen werden spezielle Fortbildungen angeboten, Jury-Mitglieder werden über den möglichen Einfluss unbewusster Vorurteile belehrt.

 

Vor diesem Hintergrund bietet der Vortrag einen Überblick über die sozialpsychologische Forschung zu unbewussten Vorurteilen und möglichen Anknüpfungspunkten für Rechtswissenschaft und richterliche Praxis. 

 

Kathleen Jäger, LL.M. studierte Rechtswissenschaft unter anderem in Berlin und Berkeley. Seit Abschluss ihres Referendariats am Kammergericht Berlin forscht sie zu verschiedenen Themen des Antidiskriminierungsrechts und ist als Diversity Trainerin tätig, schwerpunktmäßig für Jura-Studierende, Rechtsreferendar_innen und Richter_innen. Sie promoviert zum Thema "Unbewusste Vorurteile (Implicit Bias) im richterlichen Entscheidungsprozess" bei Prof. Dr. Dr. h.c. Susanne Baer, LL.M..

 

 

Der Vortrag wird kommentiert von Larissa Vetters (Berlin).

 

Die Reihe "Werkstattgespräche" wird von der Projektgruppe des LSI veranstaltet und lädt vor allem - aber nicht nur - junge Forschende ein, ihre aktuellen Forschungen in einer informalen und offenen Atmosphäre vorzustellen und zu diskutieren. Für das Publikum bietet dieses Format den Einblick in neueste Forschungsergebnisse, für die Vortragenden die Möglichkeit, Rückmeldungen, Kritik und Anregungen zur eigenen "Work-in-Progress" zu erhalten.